Wenn früh morgens das handy klingelt und einen brüsk aus dem wohlverdienten tiefschlaf reißt, man sich nur unter gähnen aus dem bett und dem wirklich wundervollen traum quält, sich zuerst in den hausflur stellt, um dann festzustellen, dass der knopf neben der vermeintlichen duschkabine doch nicht für warmes wasser, sondern für radau in der wohnung sorgt, dann beginnt der tag schon eher suboptimal. Die zeit, die nun für den wohlschmeckenden und lebensgeister weckenden morgenespresso eingeplant war, geht nun mit mitbewohner beschwichtigen und den weg zur dusche antreten drauf. Schnell in den anzug gestiegen, taxi zum flughafen und dann ab in den flieger zum meeting in wasweisichwohausen. Während sich jetzt alle anderen fluggäste mit diesem weitestgehend ungenießbaren koffeinhaltigen heißgetränk, von den airlines frevelhafter weise als “kaffee” betituliert, begnügen müssen, lächelt der geneigte handpressobesitzer nun nur müde und lässt sich ein becher mit heißem wasser bringen. Flott dieses solide, wertig und gut durchdacht konstruierte gerät ausgepackt ( hier muss ich gestehen, dass man unter gewissen umständen bei der verpackung dieses maschinchens gefahr läuft, wegen sexueller belästigung angezählt zu werden), das wasser eingefüllt, pad gezückt, verschlossen und los geht die wilde pumperei. Wenige augenblicke später tröpfelt unter brodeln und zischen ein tiefdunkelbraunes filtrat in die vom geneigten espresso-freund mitgebrachte espressotasse. Wohlgeruch lässt die passagiere in der umgebung die hälse recken. Und man selbst sitzt da und genießt einen espresso. So, oder so ähnlich könnte es sich zugetragen haben. Ich auf jeden fall bin unglaublich zufrieden.

Ich hatte schon den ur-handpresso wild (ohne “hybrid”), der leider nach etwas über 2 jahren den dienst quittiert hat, weil die plexiglas-kuppel, in die das heiße wasser gefüllt wird, spröde und damit undicht geworden ist und die druckluft nicht mehr in der kuppel halten konnte. Beim neuen handpresso wild “hybrid” haben sie (ist nicht klar erkennbar) hoffentlich ein anderes kuppel-material verwendet, das nicht so schnell kaputt geht. Zur sicherheit hab ich gleich noch von der ergo-versicherung die 3 jahre garantieverlängerung dazu gekauft. Das dürfte in den nächsten 5 jahren erst mal ruhe bringen. Der geschmack des espresso, den diese maschine erzeugt, ist deutlich besser, als fast alle vollautomaten-kaffees, die ich kenne, und das bei minimalem technischen aufwand. Der vorteil, dass man verschiedene kaffeesorten abwechseln kann, weil die ese-pads einzeln eingeschweißt sind, ist für mich ebenso vorteilhaft. Den einsatz für offenes kaffeepulver hab ich noch nicht getestet, gehe aber davon aus, dass er genauso gut funktioniert, wie der einsatz für die ese-pads. Die sauerei mit dem offenen kaffepulver ist natürlich unvergleichlich größer, als mit den ese-pads. Schon deshalb bevorzuge ich die ese-pads gegenüber offenem kaffeepulver. Der marktpreis dieser maschine schwankt übrigens deutlich, es lohnt sich etwas zu warten, bis er wieder mal um die 70 € liegt, so wie bei mir.

Ich kaufte die handpresso, um auf reisen nicht eine espressomaschine mitschleppen zu müssen. Ich hatte jedoch jeweils zugang zu kochendem wasser. Mit ein bisschen Übung gelang es mir, einen passabel schmeckenden espresso zu bereiten. Was dabei Übung erfordert, ist die vorbereitung des espresso-pulvers in dem “dome-pod” (einsatz mit sieb, der das kaffepulver enthält). Neben dem ausgangsprodukt (den espressokaffeebohnen) gibt es den mahlgrad, die menge und den anpressdruck, mit dem das pulver in den behälter gedrückt wird. Sind diese faktoren optimiert, produziert der handpresso einen guten espresso, der mit einem durchschnittlichen vollautomaten-espresso mithalten kann – natürlich nicht mit guten siebträger-geräten oder gar an einer bar. Ich nehme dazu frisch kochendes wasser und wärme weder die tasse noch den handpresso vor. Ich pumpe maximal auf, bis knapp vor dem roten bereich. Die qualität ist schlechter, wenn das wasser zu schnell durchläuft: dann ist entweder das pulver zu grob, die kaffee-menge zu wenig oder der anpressdruck zu niedrig – außerdem muss der dome-pod außen und v. An der dichtung penibel sauber sein, ich benutze zum säubern einen pinsel. Ist das pulver zu fein oder der anpressdruck zu hoch gewesen, dann läuft das wasser zu langsam durch, der espresso tropft dann nur, selbst bei voll aufgepumptem druck.

Eigenschaften :

  • Marke Relags
  • Modellnummer 127016
  • Farbe Schwarz
  • Artikelgewicht 4,99 Kg
  • Produktabmessungen 21,6 x 7,6 x 10,2 cm
  • Diameter 8 cm
  • Fassungsvermögen 0.05 Liter
  • Material Plastik
  • Maximaler Dampfdruck 16 bar
  • Automatische Abschaltung Nein
  • Ohne Stromanschluss, im Zelt, auf dem Berg, im Büro, im Hotel oder bei der Rast
  • die kleinste Espressomaschine der Welt
  • Für alle handelsüblichen ESE-Pads
  • Patentierte Spitzentechnologie erzeugt durch eine Pumpe mit 16 Bar Druck
  • Gewicht: 485 g, Maße: 22,5 x 10 x 7 cm