Es ist wohl die beste espressomühle für den heimanwender. Die wesentlichen unterschiede nach jahrelanger mühlenerfahrung mit diversen mühlen bis 600,-€ möchte ich hier einmal bekannt geben. Im gegensatz zu vielen anderen mühlen ist die geräuschentwicklung sehr erträglich, nicht unbedingt wesentlich leiser aber eben in einer anderen angenehmen frequenz, so dass eine unterhaltung nebenher völlig unproblematisch ist. Die mühle ist bauartbedingt nahezu unkaputtbar. Ob steine oder andere fremdkörper, unsere mühle ist dadurch nie beschädigt worden. Ebenso gestaltet sich der reinigungsprozess sehr einfach, nur den bohnenbehälter abnehmen und schon hat man freien zugang zum mahlwerk. Aber jetzt zum wesentlichsten punkt: sie mahlt so fein und gleichmäßig wie keine andere. Andere mühlen sind sicher gut aber es gibt einige wenige espressosorten, wo man auf extrem feine gleichmäßige mahlung angewiesen ist. Und das eben kann wirklich nur die eureka. Der kaffee ein wenig beim auswurf klummt bzw. Auch mal ein wenig daneben geht, ist völlig richtig. Dazu muss man aber sagen, dass es keine gute mühle gibt, die bei einer derart feinen einstellung völlig streufrei bleibt. Durch die feine mahlung wird der kaffee wie puder und so bleibt die streuung eben nicht aus. Stellt man die mühle etwas gröber ein, landet auch alles zuverlässig im siebträger.

Die aber wie alle diese maschinen keinen nullbezugspunkt bei der mahleinstellung hat. Man weiß lediglich in welche richtung man zu drehen hat, um gröber oder feiner zu stellen. Wenn man die maschine noch nicht kennt, hat man keine vorstellung davon, wie weit man drehen muß, um auch nur so ungefähr hinzukommen. Kein wunder also, daß man immer wieder hört, es wäre ein ganzer kilo kaffee draufgegangen, bis es endlich gestimmt hat. Nach der dritten mahlung, bei der immer noch split statt pulver herausgekommen ist, habe ich einfach diesen grob gemahlenen kaffee wieder zurück in den behälter gegeben, feiner gestellt und das so lange wiederholt, bis endlich vernünftiges pulver herausgekommen ist. Mit dem habe ich dann die espressomaschine bestückt und geschaut, wie das ergebnis aussieht. Zunächst eher ein optischer eindruck, denn mit einem derart gemarterten mahlgut gibt es natürlich keinen guten espresso. Immerhin habe ich mit nur ca. 50g verlust eine einstellung herausgefunden, die nur mehr leicht korrigiert werden mußte. So hatte ich innerhalb einer halben stunde den perfekten espresso.

Nach 2 verschiedenen elektrischen mühlen mit kegelmahlwerk habe ich mich für die eureka entschieden. Die maschine ist schwer (5kg) und wertig verarbeitet. Mit ihr gelingt mir sogar ein guter espresso mit unseren öligen koffeinfreien espresso bohnen. Die maschine kann so fein mahlen, daß es meine bfc fast nicht mehr schafft, das wasser durch den siebträger zu pumpen. Hier ist viel luft für alle espressosorten. Es bleiben immer ein paar bohnen im behälter zurück. Wer viel kaffee mahlt, merkt das nicht. Nur derjenige, der portionsgerecht mahlt, dem fallen die 7-10 bohnen auf, die im behälter verbleiben und nicht ins mahlwerk fallen wollen. Die bedienung ist einfach, mit ein wenig vorausschau bleibt die umgebung auch ohne auffangbehälter (optionales zubehör) beim direkten mahlen in den siebträger einigermaßen ordentlich =>zwischendrin tampern um platz für weiteres mahlgut im siebträger zu schaffen. Objektiv könnte man für letzteres einen stern abziehen, aber dies ist für mich nicht entscheidend.

Eigenschaften :

  • Kaffeemühle von Eureka
  • Mahlwerk: Scheibenmahlwerk mit 50mm Scheibendurchmesser
  • Leistung in Watt: 225 Umdrehungen/min: 1350 / 50-60 Hz
  • Gewicht: 4,5 kg
  • (B) 113 x (T) 159 x (H) 333